Perlenring selber machen – DIY mit elastischer Schnur

Perlenring selber machen

DIY: Perlenring selber machen – zarte Ringe aus kleinen Perlen

Zart, fein und feminin – und in kurzer Zeit selbst gemacht: Kleine Perlenringe gehören zu den Schmuckprojekten, bei denen es selten bei einem einzigen Exemplar bleibt. Ein paar Edelsteinperlen, Zuchtperlen oder winzige Glasperlen auf elastische Schnur fädeln, verknoten – und schon ist der erste Ring fertig. Spätestens dann beginnt meist das Experimentieren mit neuen Farben und Materialien.

Die kleinen Ringe sehen einzeln schön aus, lassen sich aber auch wunderbar miteinander kombinieren und als feines Ring-Stacking tragen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt: Du kannst einen Ring passend zu einer selbst gefertigten Halskette oder einem Armband gestalten, übrig gebliebene Perlen aus anderen Schmuckprojekten verwerten oder aus wenigen besonderen Perlen ein kleines Geschenk machen.

Auch als Mitbringsel für die beste Freundin oder als selbst gemachte Überraschung im Adventskalender sind die Ringe eine schöne Idee. Und weil die Technik so unkompliziert ist, eignet sich das Projekt auch gut zum gemeinsamen Schmuckbasteln mit Kindern.

Du brauchst weder einen Verschluss noch Schmuckzangen oder besondere Vorkenntnisse. Kleine Perlen, elastische Schnur und eine Schere genügen.

Vorsicht allerdings: Das Basteln dieser kleinen Ringe kann ein bisschen süchtig machen.

Perlenring selber machen

Das brauchst Du für Deinen Perlenring

Für einen Ring benötigst Du nur wenige Materialien:

  • etwa 6 cm kleine Edelsteinperlen oder Zuchtperlen
  • transparente elastische Perlenschnur mit 0,5 mm Durchmesser
  • nach Wunsch kleine Glasperlen oder Glasrondelle
  • eine Schere
  • etwas transparenten Nagellack zum Sichern des Knotens; alternativ eignet sich Schmuckkleber

Ich habe für die gezeigten Ringe transparente elastische Perlenschnur von Griffin mit einem Durchmesser von 0,5 mm verwendet.

Gerade weil Du nur so wenig Material benötigst, sind Perlenringe übrigens eine wunderbare Möglichkeit, Reste aus anderen Schmuckprojekten zu verwenden. Ein paar Perlen, die für eine Kette nicht mehr reichen, können für einen Ring genau die richtige Menge sein.

Welche Perlengröße eignet sich für einen Ring?

Bei Armbändern und Ketten kannst Du problemlos mit ganz unterschiedlichen Perlengrößen spielen. Bei einem Ring sieht das etwas anders aus.

Die Perlen liegen nicht nur sichtbar auf dem Fingerrücken, sondern verlaufen rund um den Finger und damit auch zwischen den Fingern. Werden die Perlen zu groß, kann das beim Tragen schnell unangenehm werden.

Nach meiner Erfahrung sind deshalb Perlen mit etwa 3 mm Durchmesser ideal für elastische Perlenringe. Der Ring bleibt fein und trägt sich angenehm.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jede Perle gleich groß sein muss. Eine etwas größere Edelstein-, Glas- oder Schmuckperle kann sehr schön als einzelne Akzentperle auf dem Fingerrücken eingesetzt werden. Seitlich und zwischen den Fingern würde ich dagegen bei kleinen Perlen bleiben.

Kleine Perlen – aber passt die Schnur durch das Fädelloch?

Noch kleinere Perlen würden sich für einen besonders feinen Ring ebenfalls anbieten. Dabei stößt man allerdings häufig auf ein ganz praktisches Problem: Das Fädelloch kann für die elastische Schnur zu klein sein.

Die Größe der Bohrung lässt sich nicht allein aus dem Außendurchmesser einer Perle ableiten. Selbst zwei gleich große Edelsteinperlen können unterschiedlich große Fädellöcher besitzen.

Wenn Du wie bei diesem DIY eine 0,5-mm-Schnur verwendest, solltest Du deshalb vor dem eigentlichen Auffädeln ausprobieren, ob sie sich problemlos durch alle ausgewählten Perlen ziehen lässt.

Eine schöne Möglichkeit für besonders feine Zwischenperlen sind kleine Glasperlen und Glasrondelle. Auch Varianten mit nur etwa 2 mm Durchmesser besitzen häufig ein ausreichend großes Fädelloch für die 0,5-mm-Elastikschnur.

Damit lassen sich die Edelsteinperlen gekonnt in Szene setzen. Glasperlen gibt es in vielen Farben und auch mit metallisch wirkenden Oberflächen. So kannst Du beispielsweise zwischen dunkle Granatperlen winzige goldfarben wirkende Glasperlen setzen, ohne dass der Ring dadurch zwischen den Fingern unnötig voluminös wird.

Wie viele Perlen brauchst Du für einen Ring?

Hier hat sich beim Anfertigen meiner Ringe eine ganz einfache Faustregel bewährt:

Etwa 6 cm aufgefädelte Perlen sind ein guter Ausgangspunkt.

Bei gleichmäßig runden Perlen mit 3 mm Durchmesser wären das rechnerisch ungefähr 20 Perlen. In der Praxis kann die Zahl natürlich abweichen. Edelstein- und Zuchtperlen sind nicht immer exakt gleich groß und durch zusätzliche 2-mm-Glasperlen verändert sich die benötigte Anzahl ebenfalls.

Deshalb finde ich es einfacher, nach der Länge der aufgefädelten Perlen zu gehen als nach einer festen Stückzahl.

Die 6 cm sind dabei kein unveränderliches Ringmaß. Finger sind unterschiedlich und auch der gewünschte Sitz spielt eine Rolle. Bevor Du Deinen Ring verknotest, probierst Du ihn deshalb einfach an. Ist er zu weit, entfernst Du eine Perle; sitzt er zu eng, fügst Du eine hinzu.

Schritt 1: Perlen zusammenstellen

Jetzt kommt eigentlich schon der schönste Teil: Welche Perlen sollen es werden?

Du kannst einen Ring ausschließlich aus einer Sorte Edelsteinperlen gestalten, unterschiedliche Edelsteine miteinander kombinieren oder kleine Zuchtperlen verwenden.

Für zusätzliche Akzente kannst Du zwischen einzelne Edelsteinperlen 2-mm-Glasperlen oder kleine Glasrondelle setzen. Schon wenige Zwischenperlen verändern die Wirkung eines Rings deutlich.

Metallisch schimmernde Glasperlen können beispielsweise dunkle Edelsteine wie Granat unterbrechen und einzelne Perlen hervorheben. Mit hellen, farbigen oder transparenten Glasperlen entstehen wieder ganz andere Kombinationen.

Vielleicht hast Du auch gerade eine Halskette oder ein Armband fertiggestellt? Dann schau nach, welche Perlen übrig geblieben sind. Ein kleiner Ring aus denselben Materialien kann wunderbar mit dem bereits gefertigten Schmuckstück korrespondieren.

Wenn Du ein regelmäßiges Muster gestalten möchtest, lege Dir die Perlen am besten zunächst in der gewünschten Reihenfolge zurecht.

Perlenring selber machen

Schritt 2: Elastische Schnur zuschneiden

Schneide ein ausreichend langes Stück der 0,5-mm-Elastikschnur ab.

Die Schnur sollte deutlich länger sein als die später benötigten etwa 6 cm Perlen. Du brauchst an beiden Seiten genügend freie Schnur, um sie bequem halten und später sicher verknoten zu können.

Schneide lieber zunächst etwas großzügiger ab. Die überstehenden Enden werden erst ganz zum Schluss gekürzt.

Schritt 3: Perlen auffädeln

Nun fädelst Du Deine Perlen in der gewünschten Reihenfolge auf die elastische Schnur.

Bei einem Muster solltest Du zwischendurch kontrollieren, ob die Reihenfolge stimmt. Möchtest Du eine etwas größere Akzentperle verwenden, plane ihre Position so, dass sie später ungefähr auf dem Fingerrücken sitzt.

Fädle zunächst ungefähr 6 cm Perlen auf.

Und spätestens hier zeigt sich, warum diese Ringe schnell zur kleinen Leidenschaft werden können: Eine andere Glasperle zwischen zwei Edelsteinperlen, ein Farbwechsel oder eine einzelne Akzentperle – schon sieht derselbe Ring völlig anders aus.

Schritt 4: Ringgröße ausprobieren

Bevor geknotet wird, kommt der wichtigste Test: Lege die aufgefädelten Perlen um Deinen Finger.

Der Ring soll bequem sitzen und natürlich nicht vom Finger rutschen. Ziehe die elastische Schnur dabei aber nicht unnötig stark auf Spannung, nur um einen zu großen Ring passend zu machen.

Passt die Länge noch nicht, kannst Du ganz einfach eine Perle ergänzen oder entfernen.

Erst wenn Du mit dem Sitz zufrieden bist, wird der Ring geschlossen.

Schritt 5: Mit einem Kreuzknoten verschließen

Die beiden Enden der elastischen Schnur verbinde ich mit einem Kreuzknoten.

Beim ersten Knoten legst Du beispielsweise das rechte Schnurende über das linke und ziehst den Knoten zusammen.

Beim zweiten Knoten arbeitest Du genau entgegengesetzt: Jetzt legst Du das linke Schnurende über das rechte.

Die einfache Merkhilfe lautet:

Rechts über links – links über rechts.

Du kannst selbstverständlich auch mit der anderen Richtung beginnen. Wichtig ist nur, dass die beiden Knoten entgegengesetzt ausgeführt werden. Dadurch entsteht der flache Kreuzknoten.

Ziehe ihn anschließend sorgfältig fest.

Tipp: So gelingt der Kreuzknoten leichter

Das Verknoten der elastischen Schnur gelingt deutlich einfacher, wenn du einen runden Gegenstand verwendest, dessen Durchmesser ungefähr der gewünschten Ringgröße entspricht. So bleiben die Perlen beim Knüpfen des Kreuzknotens an ihrem Platz und geraten nicht versehentlich zwischen die Schnurenden. Andernfalls kann es passieren, dass einzelne Perlen mit eingeknotet werden und du den Knoten wieder lösen musst.

Ich verwende dafür beispielsweise den Griff eines Nagellackfläschchens, also den Schraubverschluss, an dem der Pinsel befestigt ist. Darüber lässt sich der aufgefädelte Ring legen und der Kreuzknoten bequem knüpfen.

Schritt 6: Den Knoten zusätzlich sichern

Ich sichere den fertigen Kreuzknoten zusätzlich mit etwas transparentem Nagellack.

Dafür bepinsle ich den Knoten sparsam und lasse den Nagellack anschließend vollständig trocknen. Du brauchst wirklich nur eine kleine Menge.

Alternativ kannst Du einen geeigneten Schmuckkleber verwenden. Auch Hersteller von Schmuckzubehör empfehlen bei elastischen Fäden, den Knoten zusätzlich mit Schmuckkleber zu sichern und ihn nach dem Trocknen nach Möglichkeit in einer benachbarten Perlenbohrung zu verstecken. Weitere Hinweise dazu findest Du im Beadalon Learning Center.

Schritt 7: Schnurenden abschneiden

Erst wenn der Nagellack beziehungsweise Kleber vollständig getrocknet ist, schneidest Du die überstehenden Schnurenden ab.

Schneide dabei nicht unmittelbar am Knoten, sondern lass einen sehr kurzen Rest stehen.

Wenn die Bohrung einer benachbarten Perle groß genug ist, kannst Du anschließend versuchen, den Knoten vorsichtig in das Fädelloch hineinzuziehen. Dadurch wird die Verbindungsstelle am fertigen Ring noch unauffälliger.

Fertig – oder gleich noch einen?

Mehr braucht es tatsächlich nicht.

Gerade deshalb ist dieser kleine Ring ein schönes Projekt, wenn Du bisher noch keinen Schmuck selbst gemacht hast. Es gibt keinen Verschluss zu montieren, keine Biegeringe zu öffnen und Du benötigst keine Schmuckzange.

Und jetzt beginnt eigentlich der schönste Teil: der nächste Ring.

Vielleicht in einer anderen Edelsteinfarbe? Passend zur Lieblingskette? Oder als Ergänzung zu einem Armband?

Mehrere zarte Perlenringe lassen sich wunderbar nebeneinander tragen. Dieses Ring-Stacking eröffnet noch einmal ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Farben können harmonisch aufeinander abgestimmt sein oder ganz bewusst miteinander spielen.

Auch Perlenreste bekommen dabei einen neuen Auftritt. Von einem anderen Schmuckprojekt sind fünf Granatperlen, einige Zuchtperlen oder ein paar kleine Glasrondelle übrig? Für eine Kette reicht das vielleicht nicht mehr – für einen Ring möglicherweise genau.

So entstehen aus Resten manchmal Kombinationen, auf die man bei einem komplett neu geplanten Schmuckstück gar nicht gekommen wäre.

Kleine Ringe zum Verschenken

Weil ein Perlenring schnell gemacht ist und nur wenig Material benötigt, eignet er sich auch wunderbar als kleines selbst gemachtes Geschenk.

Du kannst einen Ring für die beste Freundin gestalten, als kleines Mitbringsel verschenken oder passend zu einer bereits gefertigten Kette einen Ring aus denselben Perlen anfertigen.

Auch für einen selbst zusammengestellten Adventskalender finde ich die kleinen Ringe sehr schön. Statt 24 große Geschenke zu suchen, kann sich hinter einem Türchen ein kleiner, persönlich gestalteter Schmuckring verstecken.

Und natürlich kann man die Ringe auch gemeinsam basteln. Die einfache Fädeltechnik eignet sich gut für größere Kinder, die bereits sicher mit den kleinen Perlen umgehen können. Bei jüngeren Kindern sollte wegen der verschluckbaren Kleinteile und beim Umgang mit Schere, Nagellack oder Klebstoff selbstverständlich ein Erwachsener dabei sein.

Vielleicht macht Ihr gleich zwei: einen für Dich und einen für die beste Freundin.

Unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten

Das Grundprinzip bleibt immer dasselbe – und trotzdem muss kaum ein Ring wie der andere aussehen.

Granat mit goldfarben schimmernden Glasperlen, zarte Zuchtperlen, bunte Edelsteine, transparente Glasrondelle, Ton-in-Ton-Kombinationen oder ein einzelner größerer Akzent auf dem Fingerrücken: Schon kleine Veränderungen ergeben einen völlig neuen Ring.

Du kannst Farben der Jahreszeit aufgreifen, einen Ring passend zu einem Kleidungsstück gestalten oder Materialien aus einem anderen Schmuckstück wiederholen.

Und genau das macht dieses einfache DIY für mich so reizvoll: Aus wenigen Zentimetern Perlen entsteht ein kleines Schmuckstück mit ganz eigenem Charakter.

Du möchtest erst einmal nur einen Ring ausprobieren?

Für einen einzelnen Ring benötigst Du lediglich etwa 6 cm Perlen. Dafür gleich mehrere komplette Perlenstränge zu kaufen, ist natürlich nicht unbedingt sinnvoll.

Deshalb werden wir bei 1000ART künftig immer wieder Schmuckkits für Perlenringe mit unterschiedlichen Materialien und Farbkombinationen anbieten.

Ein Kit enthält die benötigte elastische Schnur und eine aufeinander abgestimmte Auswahl an Perlen für einen Ring. Mal können das Edelsteinperlen mit kleinen Glasperlen oder Glasrondellen sein, mal Zuchtperlen oder ganz andere Kombinationen.

So kannst Du unterschiedliche Materialien und Gestaltungen ausprobieren und einen eigenen Ring anfertigen, ohne dafür jeweils komplette Perlenstränge kaufen zu müssen.

Und wer weiß: Vielleicht bleibt es auch bei Dir nicht bei einem.

Perlenring selber machen – kurz zusammengefasst

Elastische Schnur: transparent, 0,5 mm
Empfohlene Perlengröße: etwa 3 mm
Glasperlen und Glasrondelle: auch etwa 2 mm möglich, sofern die Bohrung passt
Perlenstrecke: ungefähr 6 cm als Ausgangspunkt
Knoten: Kreuzknoten
Knotensicherung: transparenter Nagellack oder geeigneter Schmuckkleber
Werkzeug: Schere
Zeitaufwand: gering – ideal auch für ein schnelles Schmuckprojekt
Extra-Tipp: Perlenreste aus Ketten und Armbändern aufheben – für einen Ring reichen oft schon wenige Perlen.