Millefiori Perlen

Millefiori Perlen

Millefiori Perlen

Millefiori Perlen bestehen aus Glas, ihr Name leitet sich von Mille für Tausend und Fiori für Blumen ab, tatsächlich stehen üppige florale Muster geradezu sinnbildlich für die Perlen.

1. Geschichte der Millefiori Perlen

Pompeo, Militärhaber und Politiker brachte 61 vor Christus sogenannte “Murrha-Vasen” aus Alexandria nach  Rom mit. Diese Vasen waren aus Glasstangen mit floralen oder auch geometrischen Muster hergestellt und erregten große Bewunderung. Die Technik der Herstellung geht auf die Phönizier zurück.

Die Vasen selbst rochen sehr gut, kein Wunder, denn in ihnen wurde Parfüm aufbewahrt, auf lateinisch Myrrhe. So erklärt sich auch der Name Murrha.

Italien war damals eine Hochburg der Glaskunst. Dem luxuriösen, verschwenderischen Lebensstil  mit opulenten Festmahlen wurde auch durch den Einsatz hochwertigen Geschirrs, Gläser, Schalen und Karaffen gefrönt, so dass die Glasschmiede eine wunderbare Kunstfertigkeit besaßen.

Die Römer kopierten und reproduzierten die Murrha Vasen.

Leider ging das geheime Wissen über die Herstellungstechniken im Mittelalter verloren.

Und hier wird es etwas kompliziert, denn einerseits proklamieren die Glaswerkstätten Italiens immer noch für sich, dass die Kunst Ende des 19. Jahrhundert wieder erlernt und verfeinert wurde, namentlich von Vincenzo Moretti.

Moretti Glas wird bis heute in Murano hergestellt und ist für GlasperlenkünstlerInnen nach wie vor ein zuverlässiges Standardglas zur Herstellung der überaus schönen und kunstfertigen Lampwork Beads.

Einen Höhepunkt bei der Herstellung von Millefiori Perlen wurde durch Hilfe der Glashütten Artisti Barovier und Venini im 20 Jahrhundert erreicht.

Allerdings kam die Produktion der Millefiori Perlen und Millefiori Vasen erst auf Anregung von Freiherr Heinrich von Minutoli zustande. Er war mit den Ausgrabungen und gefundenen Gegenständen des Altertums aus Ägypten wohl vertraut und beauftragte vergebens Glasschmiede in Murano, um Millefiori herstellen zu lassen.

Millefiori sind dünne Glasscheiben, welche auf größere Gegenstände aufgelegt und wieder verschmolzen werden.

Es bedarf hoher Kunstfertigkeit, um die Muster der Stangen, von welchen die Glasscheibchen, also die Millefiori abgeschnitten werden, herzustellen. Neben floralen und geometrischen Mustern können auch Portraits und Figuren hergestellt werden. Moderne Glaskünstler wie Loren Stump bspw. schaffen hier Unglaubliches!

Doch zurück zu Herrn Freiherr von Minutoli. Er beauftragte verschiedene Werkstätten auf Murano, sie sollten eine Mosaikglaskugel reproduzieren, die ursprünglich aus Ägypten stammte. Doch ihre Versuche scheiterten allesamt. Das Wissen über die Herstellung der Millefioris war augenscheinlich in Italien verloren gegangen.

So wendete er sich an Herrn Fuss, der in der Hoffmanthalshütte in in Schlesien in monatelanger Arbeit an der Aufgabe tüftelte. Das Problem ist der Ausdehnungskoeffizient verschiedener farbiger Gläser, ist dieser zu unterschiedlich, also nicht kompatibel zueinander, so platzen und sprengen sich Stücke bei der Abkühlung des Glases von alleine weg.

Nachdem auch das Wissen den Weg zurück in die Glasschmieden Italiens und Murano gefunden haben, verbindet man mit unweigerlich damit auch den Namen Millefiori Perlen, die dort auf handwerklich hohem Niveau immer noch angefertigt werden. Sie sind auch entsprechend kostspielig, den hier wird jede Perle von Hand gedreht.

Hierzu wird zumeist an einem gasbetriebenen Glasbrenner ein Glasstab bis zum Schmelzpunkt erhitzt und das geschmolzene Glas dann um einen Keramikpaste beschichteten Stahldorn geführt. Beschichtet, damit das Glas sich nach dem Abkühlen auch vom Dorn löst, zugleich entsteht so das Fädelloch der Millefiori Perlen.

Nachdem die angestrebte Form erreicht ist, wird der Murrine aufgeschmolzen, meist gleich mehrere. Damit die Ursprungsform der Perle erhalten wird, muss der Stahldorn stets nahe oder in der Flamme gedreht werden, um zu vermeiden, dass das flüssige Glas hinabtropft.

Heutzutage werden aber die Perlen in großer Anzahl in Asien maschinell hergestellt.

2. Millefiori Perlen im Perlen Shop 1000art

Du findest auch in unserem Perlen Shop eine große Auswahl an Millefiori Perlen, die zwar nicht aus Murano stammen, aber dafür erschwinglich und auch sehr hübsch sind.

Mit ihnen lässt sich wunderbarer Schmuck herstellen. Soweit ich mich an einen Kindheitsurlaub in Venedig erinnere wurden entsprechende Ketten und Armbänder dort an jeder Ecke angeboten, ich bezweifle, dass all die Perlen aus Murano stammten, aber ich habe das Schmuckdesign noch bildlich vor Augen.

Die Perlen waren alle abgesetzt voneinander, indem Perlkappen verwendet wurden, so kam jede einzelne Glasperle für sich zur Geltung.

Persönlich ist mir das ein wenig zu üppig, vielleicht liegt es auch daran, dass die verwendeten Schmuckzwischenteile aus Metall stammten, die damals noch nickelhaltig waren und bei mir eine schlimmer Allergie auslösten.

Um Millefiori Perlen entsprechend in Szene zu setzen, kombiniere ich die Perlen gerne mit einfarbigen Perlen, so dass die bunten, wilden Millefiori Perlen einen Eyecatcher darstellen, da sie einen Kontrast zu den einfarbigen Perlen bilden.

Aber das Schöne am Schmuck basteln ist ja, dass jeder nach seinem Geschmack den passenden Schmuck herstellen kann. In unserem Perlenshop ist die Auswahl reichlich vorhanden, ganz gleich ob Du Dich für Schmuckzwischenteile aus Metall oder für Schmuckzwischenteile aus Silber entscheiden möchtest.

Wir führen soviele unterschiedliche Modelle von Schmuckzubehör, dass ich sicher bin, dass Du auch für Deine persönliche Traum Kette oder Armband im Perlen Shop fündig wirst.

Auch wenn wir keine Millefiori Perlen aus Murano in Perlen Shop führen, möchte ich Dir doch eine wunderbare, handgefertigte Perle an Herz legen, die von dort stammt. Jeder Taler ist ein wenig anders, aber alle sind sie wunderschön!

 


7378.jpg7378.jpg