Achat Perlen im Perlen Shop 1000art

Achat Perlen

Achat Perlen im Perlen Shop 1000art

Achat – ein wunderschöner Schmuckstein

1. Name und Geschichte des Achats

Theophrastos von Eresos, ein Schüler von Aristoteles, der Philosoph und Naturforscher war, benannte den Achat nach einem Fluss auf Sizilien. Der Fluss hieß früher Achates, heutzutage wird er Canitello oder auch Dirillo genannt. Der Edelstein kam dort in großer Menge vor.

Bereits im alten Ägypten fand Achat Verwendung, es wurden aus ihm bspw. Gefäße gefertigt. Auch die Glücksbringer der Ägypter, die Skarabäen, wurden häufig aus Achat geschnitzt.

Die Römer schrieben dem Edelstein ebenfalls besondere Bedeutung zu, so sollte er dem Träger Macht und Reichtum bescheren bzw. diese erhalten.

Der Stein war auch Hildegard von Bingen bekannt, sie empfahl eine Achatscheibe direkt auf der Haut zu tragen, wenn man an Fall- oder Mondsucht litt, zudem sollte der Stein zu einem klaren Verstand und einer geschliffenen Rhetorik führen. Ob er tatsächlich auch Diebe abhielt, wie von Bingen behauptet, werden wir heute nicht mehr prüfen können.

Im Mittelalter glaubte man gar, dass der Stein zur Unsichtbarkeit verhelfen könne. Besonders begehrt waren Amulette aus Achat, da diese den Träger angeblich vor Blitz und Sturm schützen sollten.

2. Achat und die Esoterik

Auch heute erfreut sich der Achat bei Anhängern der Esoterik und der „Edelsteinmedizin“ großer Beliebtheit, ihm werden positive Einflüsse auf Geist, Körper und die Seele beschienen.

So soll man ihn bei Kopfschmerzen, Fieber, Unfruchtbarkeit, Epilepsie ( Fallsucht), Augen- und Hautkrankheiten, Rheuma, Schlaf- und Energielosigkeit, Blasenschwäche, Kreislauf- sowie Atemwegserkrankungen einsetzen.

Er soll seinem Träger außerdem zu schönen Träumen und mehr Selbstbewusstsein verhelfen, Gefahren im Allgemeinen abwehren und positive Energien aktivieren.

Letzteres bezieht sich bspw. auf Prüfungsangst und Stress, sowie auf Verbesserung von Leistungs- und Lernfähigkeit bis hin zur Steigerung von handwerklichem Geschick.

Die Anforderungen des Lebens sollen besser bewältigt werden, da der Träger von Achat im allgemeinen seelisch stabiler und ausgeglichener agieren soll, er verhilft zu innerer Balance.

Überhaupt werden seine positiven Kräfte auf die Seele und mentalen Fähigkeiten sehr betont, er soll die Selbstliebe fördern und zugleich mehr Selbstreflexion ermöglichen, was sich wiederum auf das Wohlbefinden auswirkt.

Daneben soll er die Konzentration fördern, was wiederum den analytischen Fähigkeiten sehr zu Gute kommen soll. Scheinbar unterdrückt er negative Gefühle wie Bitterkeit und Selbsthass und führt zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit, die keinen Neid, Hass, Bitterkeit mit sich und der Umgebung empfindet.

Natürlich soll er daher auch bestens zur Bewältigung eines Traumas geeignet sein, da er den Mensch mit sich selbst und seiner Umgebung in Einklang bringt.

Die Wirkung von Achat wird in der Heilsteinkunde als sehr stark beschrieben, auch wenn es lange dauern soll, bis sich seine positiven Kräfte vollständig entfalten können.

Nun ja, persönlich kann ich jedem nur empfehlen bei Beschwerden einen Arzt aufzusuchen; ich schätze den Achat als Schmuckstein sehr, der Heilsteinkunde stehe ich sehr skeptisch gegenüber.

3. Entstehung von Achat

 

Achate bilden sich in Gesteinshohlräumen als deren Auskleidung oder Ausfüllung: Bei (vollständiger) Ausfüllung spricht man von einer Mandel, bei (unvollständiger) Auskleidung von einer Druse.

Als Gesteinshohlräume kommen in erster Linie Blasenräume in vulkanischen Gesteinen in Betracht, hier stießen die in der ausströmenden Lava enthaltenen Gase nicht mehr bis zur Oberfläche des Lavastroms durch und konnten nicht entweichen, sondern sie wurden in der erkaltenden Lava eingeschlossen und bildeten darin einen Hohlraum, der sich in einem späteren Prozess mit Achat, Quarz, Calcit oder anderen mineralischen Stoffen füllte.

Als vulkanische Gesteine kommen sowohl basische Vulkanite, beispielsweise Basalt, als auch saure Vulkanite, beispielsweise Rhyolith, in Betracht.

Achat gilt wie Jaspis, Karneol, Heliotrop und Chrysopras als eine Varietät des Chalcedon. Sie bestehen eigentlich aus nichts anderem als aus Quarz, als chemisches Ausgangsmaterial ist es für die hohe Härte der Achate verantwortlich und es ist das in der oberen Erdkruste häufigste Mineral.

Wodurch aber bekommen Schmucksteine aus Achat ihre anziehende Wirkung auf uns, was macht ihren Reiz aus?

Denn reizvoll sind sie und jeder von uns sieht doch in sehr vielen Wohnzimmern die dekorativen Achatscheiben aufgestellt. Ihre Besitzer sind durchaus stolz auf die Schmuckstücke, am ausgeprägtesten dann, wenn es bizarre Drusenformen sind oder sie sehr farbenprächtige Bänderungen aufweisen.

Achate bilden sich wie einige andere Quarzminerale aus der Gruppe der Calcedonen durch das langsame Auskristallisieren von mit Mineralen gesättigtem Wasser in meist ovalen Hohlräumen im Lavagestein, die sich beim Erstarren durch Gasblasen gebildet haben. Aber auch in weiteren Spalten und Ritzen des vulkanischen Gesteins finden sich Achate. 

Im Lichtmikroskop sieht das Ergebnis aus, als hätten sich im Prozess des Auskristallisierens mikrokristalline Quarzfasern nach und nach in Schichten abgelagert. Im Rasterelektronenmikroskop ergibt sich aber der Aufbau als kugelige Struktur. Dies wird später für die Diskussion des Einfärbens von Achat noch eine Rolle spielen.

Wenn sich unterschiedliche gelöste Stoffe anlagern, ergibt sich die reizvolle oft prächtige Struktur beim Achat. Die verschiedenen Farben bilden sich durch die im Wasser gelösten Verbindungen wie Eisen- und Manganoxide und Hyroxide u.a.

Je nachdem, wie dieser Auskristallisierungsprozess verläuft, kann man die als Schmucksteine wichtigsten Achatformen unterscheiden: Bandachat, Moosachat, Sternachat, Schlangenachat, Holzachat, Onyx, Polygonalachat, Rhyolithachat, Regenbogenachat, Röhrenachat, Trümmerachat usw.

Viele dieser Bezeichnungen sind Phantasienamen, wir stellen nur die wichtigsten Formen kurz vor. Weiter gehen wir auch kurz auf die Besonderheit der Druse ein.

Bandachat

Die Kristallisierung verläuft parallel zur Außenwand und wird dadurch zur Bänderung.

Moosachat oder Dendritenachat

Steine mit pflanzenähnlichen Einschlüssen. In der durch die kugelige Struktur vorhandenen Lücken können Lösungen von Eisenoxid bzw. Eisenhydroxid oder schwarzem Manganoxid in den Kristall eindringen, was zum Farbverlauf in bräunlichen oder bräunlichroten Flecken führt.

Die bäumchenartig verzweigten Strukturen, sogenannte Dendriten, sind wiederum Ergebnis der Auskristallisierung. Grünliche Färbungen werden durch Einlagerungen grüner Minerale wie z.B. Chlorite hervorgerufen. Der Name “Moosachat” weist auf diesen Umstand hin.

Sternachat

Bei Ausfüllung des Inneren einer Achtmandel kann diese durch die Ausdehnug der Kristalle geprengt werden, dabei entstehen sternförmige Strukturen.

Drusen

Wenn sich die Hohlräume, in denen sich Achat bildet, nicht vollständig ausgefüllt werden, wachsen im restlichen Hohlraum oftmals sehr schöne Kristalle anderer Mineralien wie Bergkristall, Amethyst, Calcit, Rauchquarz, Hämatit, Siderit oder Zeolithen. Diese hohlen Kristallgeoden werden Drusen genannt.

4. Vorkommen

Achate sind weltweit auffindbar. Schöne Achate kommen aus Brasilien (Dendriten-, Flammenachat), Uruguay, China, Indien, Madagaskar, Mexiko, USA, Australien, der Mongolei,  aus der Steiermark in Österreich.

In Deutschland sind einige Vorkommen bekannt, einige wichtigere Beispiele:

Region Idar-Oberstein, Donnersberg in Rheinhessen, Eckersweiler/Hunsrück, Halsbach bei Freiberg/ Sachsen (Korallenachat), Schöngleina/Thüringen, Senftenberg/ Niederlausitz, St. Egidien & Hohenstein-Ernstthal/Sachsen Oberthal/Saarland, Rockenhausen und Donnersberg/Pfalz, Oberthal/Saarland, Riedertal/Rheinland-Pfalz, Schneekopf/ Thüringer Wald, Mettweiler/Pfalz (Augenachat), Lierbachtal bei Oppenau/Schwarzwald, Calau/Niederlausitz

Industrielle Bedeutung

Als Schmuckstein und für allerlei dekorative Gebrauchsgegenstände. In diesem Zusammenhang sind die traditionellen achatverarbeitenden Betriebe Idar-Obersteins von großer Bedeutung. Erstmals urkundlich erwähnt wurden sie 1548. In der Technik wird Achat wegen seiner Härte als Material für Lager verwendet.

5. Achat Perlen im Perlen Shop 1000art

Achat Perlen sind äußerst beliebt, kein Wunder, denn es gibt sie in allen erdenklichen Farben. Die Perlen werden gefärbt, da die Gesteinsstruktur unterschiedlich ist, nimmt der Achat die Farbe oft nicht gleichmäßig auf, sondern die weisse Bänderung bleibt erhalten, was wunderschön wirkt.